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Hashtag-Verwendung

Soziale Medien, aber richtig: Mit Hashtags wird dein Social-Media-Marketing effizienter

Das gute alte Rautezeichen hat es weit gebracht: Als Hashtag ist es heute nicht nur in den sozialen Medien, sondern praktisch überall angekommen. Hashtags sind die geflügelten Worte von heute: Sie drücken Überzeugungen (#metoo), Lebensgefühle (#vanlife) und Markenbotschaften (#ShareACoke) oft so prägnant aus, dass sich weitere Worte fast erübrigen.

 

Im Social-Media-Marketing können Unternehmen, Marken und Organisationen durch einen guten Hashtag phantastische Reichweiten erlangen – und das mit nutzergenerierten Inhalten, also fast ohne eigenes Zutun. So machte die #IceBucketChallenge 2014 eine bislang fast unbekannte Nervenkrankheit zum Haushaltsnamen. Allerdings: Aufmerksamkeit ist auch in den sozialen Medien ein knappes Gut. Reichweite vergrößern, Kundschaft gewinnen – die Marketingstrategie mit Hashtags funktioniert nur, wenn du weißt, was du tust.

Hashtag Anwendung mit Lego-Serious Darstellung
Ein Hashtag (klickbarer Link) ordnet Inhalte in einen thematischen Kontext ein

#WiederWasGelernt

Also zurück zu den Basics: Hashtags sind Schlagworte (am besten einprägsame), denen das Doppelkreuzzeichen vorangestellt ist. Mit einem Hashtag kann jeder Post unmittelbar Teil einer kleineren, größeren oder sogar weltumspannenden Unterhaltung in den sozialen Medien werden. Ob direkt im Text oder darunter – ein Hashtag ordnet Inhalte in einen thematischen Kontext ein. Wer zum Beispiel auf Twitter Posts zum Thema Social-Media-Marketing finden möchte, sucht nach #socialmediamarketing. Und wer zum Thema etwas beitragen möchte, setzt das Schlagwort unter seinen Post.

 

Der Hashtag wurde 2007 auf Twitter eingeführt und rasch von anderen Social-Media-Plattformen (Instagram, Pinterest, Facebook, LinkedIn, TikTok) aufgegriffen. Mittlerweile werden Hashtags durchweg als klickbare Links dargestellt. Diese Links führen unmittelbar auf einen Feed, der sämtliche unter dem Hashtag abgesetzten Posts anzeigt – mit den populärsten und aktuellsten an der Spitze.

Hashtags richtig verwenden

Einen Hashtag kann jede(r) setzen: Gab es ihn vorher noch nicht, dann gibt es ihn jetzt. Was du dazu wissen musst:

  • Am Anfang steht immer das Rautesymbol: #
  • Das erste Leerzeichen beendet den Hashtag: Aus #Soziale Medien wird also einfach nur #Soziale
  • Soll der Hashtag mehrere Worte enthalten, müssen sie entweder zusammengeschrieben oder mit einem Unterstrich miteinander verbunden werden: #SozialeMedien oder #Soziale_Medien (Achtung: Das sind tatsächlich auch zwei verschiedene Hashtags!) Die gebräuchlichere Variante ist das Zusammenschreiben der Wörter eines Hashtags.
  • Zur besseren Lesbarkeit kann Groß- und Kleinschreibung verwendet werden. Die Plattformen unterscheiden beide Schreibweisen aber nicht: #SozialeMedien und #Sozialemedien sind das gleiche wie #sozialemedien
  • Mit Ausnahme des Unterstrichs funktionieren Satzzeichen und Symbole nicht: #soziale!medien ist also nicht möglich. Zahlen sind dagegen in Ordnung: #sozialemedien_24_7

Hashtags nutzen, Hashtags setzen

Jede(r) kann einen Hashtag setzen – und jede(r) kann sich in einen bereits vorhandenen Hashtag „einklinken“. Für dein Marketing dürften drei Arten von Hashtags relevant sein:

  •     Marken– oder kampagnenbezogene Hashtags
  •     Inhaltsbezogene Hashtags
  •     Trend-Hashtags

Eigene Marken- oder kampagnenbezogene Hashtags können ein guter Weg sein, dein Unternehmen ins Gespräch zu bringen. Damit das funktioniert, musst du allerdings auch mit attraktiven Inhalten dafür sorgen, dass andere Social-Media-Nutzer den Faden aufgreifen – wie es zum Beispiel der Berliner Verkehrsgesellschaft BVG mit #weilwirdichlieben gut gelungen ist.

Grafik von verschiedenen Bloggern die Hashtags anwenden
Es gibt verschiedene Arten von Hashtags. Um sie richtig anzuwenden und die erwünschte Wirkung zu erzielen, solltest du dich im Vorfeld informieren.

Wenn du bereits existierende Hashtags in deine Beiträge integrierst, nimmst du an Unterhaltungen auf deiner Social-Media-Plattform teil: Deine Posts können nun von jedem gesehen werden, der sich für das Thema interessiert. So kannst du deine Reichweite vergrößern: Immer wieder neue Menschen werden die Social-Media-Präsenzen deines Shops oder deiner Marke entdecken. Inhaltsbezogene Hashtags sind dabei ungefähr wie Keywords in der Suchmaschinenoptimierung – aber meist um einiges emotionaler. Das Instagram-Äquivalent zum nüchternen „Winterjacke kaufen“ auf Google wäre ein Hashtag wie, sagen wir, #Kuscheljacke.

Trend-Hashtags sind, wie der Name schon sagt, Hashtags, bei denen gerade eine Menge los ist. Passt ein Trend-Hashtag zu deiner Marke oder deinem Produkt, kannst du ihn in deinen Posts aufgreifen. Aber egal, ob du eine witzige Schlager-Umdicht-Aktion (#supermarktschlager) mitmachst oder dich unter einem politischen Hashtag wie #einewelt positionierst: Schau dir vorher ganz genau an, wofür der Hashtag steht und wer sich beteiligt. Trend-Hashtags bringen immer ein gewisses Risiko mit sich: Ihre Bedeutung kann sich auch noch wandeln, nachdem du aufgesprungen bist. Die Social-Media-Community ist wachsam und potentiell aufbrausend: Unternehmen, deren Engagement als nicht authentisch wahrgenommen wird oder anderweitig Kritik erregt, können durchaus in Schwierigkeiten kommen.

Lego-Serious Bild zeigt Hashtag Recherche
Egal, welche Inhalte du in den sozialen Netzen teilst - es gibt für alles die passenden Hashtags.

Wo finde ich für mich passende Hashtags?

Um deine Marketingstrategie mit Hashtags zu komplettieren, recherchierst du am besten regelmäßig, welche Hashtags deine Mitbewerber und vor allem auch die für deine Zielgruppe relevanten Influencer verwenden. Darüber hinaus kannst du dir natürlich auch selbst Hashtags überlegen und auf den Plattformen nachschauen, wie beliebt sie sind und ob die darunter geposteten Inhalte einen guten Rahmen für deine Botschaften abgeben.

Trend-Hashtags findest du auf Twitter unter „Was passiert“ und „Erkunden“. Die angezeigten Trends sind personalisiert – je genauer dein Twitter-Profil deine Interessen abbildet, desto besser kann Twitter dir hier helfen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Drittanbieter-Apps (z.B. Hashtags.org, Hashtagify.me), mit denen du passende Trend-Hashtags für deine Twitter-Inhalte finden kannst.

Instagram veröffentlicht keine Liste der Trend-Hashtags. Dafür bietet die Instagram-Suche eine sinnvolle Autocomplete-Funktion, die zu deiner Hashtag-Eingabe schon nach den ersten Buchstaben Vorschläge zu gerade populären Schlagworten anzeigt (inklusive der Anzahl der Posts, die den Hashtag verwenden). Dort oder in den ebenfalls vorgeschlagenen verwandten Hashtags wirst du sicher fündig.

Longtail-Hashtags: Mit Nischen-Inhalten Kundschaft gewinnen

Die besten Hashtags, so heißt es, sind kurz und leicht zu merken. Zu generisch sollten sie aber auch nicht sein: Unter Hashtags wie #love (aktuell über 1,835 Milliarden Posts auf Instagram) dürften pro Minute hunderte Bilder gepostet werden – dein #love-Post läuft also Gefahr, in der Menge unterzugehen. Um gefunden zu werden, um dazu noch von den richtigen Menschen gefunden zu werden – und um letztlich Kunden zu gewinnen! – sind Longtail-Hashtags für deine Marketingstrategie unverzichtbar.

In der Suchmaschinenoptimierung sind Longtail-Keywords seltener gesuchte Schlüsselwortkombinationen (wie beispielsweise „Winterjacke Jeansstoff kaufen Größe 42“), bei denen es dafür viel wahrscheinlicher ist, dass du von Kunden mit echter Kaufintention gefunden wirst. So verhält es sich auch mit Longtail-Hashtags: Unter #lovemyjeans finden sich viel weniger Posts als unter #love – aber der Hashtag stellt sicher, dass dein Angebot für Jeansliebhaber die richtigen Adressaten erreicht!

Stapel mit Hashtags in verschiedenen Größen
Mit Longtail-Hashtags kannst du deine Zielgruppe sehr gezielt ansprechen.

Rückenwind für deine Social Media-Strategie gefällig?

Ein sicherer und professioneller Auftritt in den sozialen Medien erfordert natürlich eine Menge arbeit – wir wissen das. Wenn du dir etwas Unterstützung holen möchtest, sprich uns gerne an. Im untenstehenden Kalender kannst dir dafür einfach einen Termin für ein erstes Kennenlerngespräch reservieren. Wir freuen uns drauf!